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Hölzer aus Sicht der Holzkünstler





Lärche

· Kernholzbaum mit attraktiver Holzzeichnung
· Auch unbehandelt sehr dauerhaft
· Hoher Harzgehalt
· Bedarf einer langen und sorgfältigen Trocknung
· Neigt stärker zum Reißen als Douglasie
· Häufig exzentrischer Kern und Drehwuchs

Douglasie

· Kernholzbaum, nur schwer von der Lärche zu unterscheiden
· Aus Nordamerika eingeführte Holzart
· Geringerer Harzgehalt als Lärche
· Sehr dauerhaft
· Trocken sehr hart und schlechter zu bearbeiten als Kiefer oder Lärche

Kiefer

· Ähnliche Splint/Kernzeichnung wie Lärche und Douglasie
· Harzreiches Holz
· Splintholz neigt zur Bläuebildung (lediglich eine Farbveränderung, die keinen Einfluss auf die Festigkeit des Holzes hat)
· Mittelhartes, gut zu bearbeitendes Holz
· Eignet sich nicht für Blumentröge

Fichte

· Leichtes, helles, harzarmes, weiches Holz ohne Kernzeichnung
· Gut zu bearbeiten
· Unbehandelt nicht sehr dauerhaft
· Weniger attraktive Holzzeichnung als Kiefer, Lärche und Douglasie
· Skulpturen aus Fichte eignen sich besonders für den farblichen Anstrich
· Schwachastige Stämme reißen verhältnissmäßig stark

Eiche

· Kern sehr dauerhaft, Splint muss entfernt werden
· Bei engem Jahrringaufbau leicht zu bearbeiten
· Sehr schwer, je nach Jahrringaufbau trocken 650 bis 950 kg/m3
· Auch unbehandelt sehr dauerhaft
· In Eichenholz darf kein Eisen eingeschlagen werden: Die Gerbsäure reagiert darauf mit blauschwarzen Verfärbung (deshalb Edelstahl-Wellenband und -Schrauben)


Weiterhin geeignete, schön gemaserte, aber nur selten verfügbare Holzarten sind:

· Obstbaum
· Kirsche (Holzschutz)
· Robinie
· Ulme (Holzschutz)
· Zeder
· Schwarzkiefer


Ungeeignete, weil, wenn der Witterung ausgesetzt, nicht dauerhafte Holzarten sind:

· Buche
· Ahorn
· Pappel
· Erle
· Weide
· Linde
· Birke
· Rosskastanie
· Hainbuche
· Strobe (Weymouth-Kiefer)
Hier wäre massivster und wiederholter Holzschutz erforderlich!

Pflegehinweise

Um Rohholzmöbeln und Skulpturen eine lange Lebensdauer zu bescheren, bedarf es einiger Maßnahmen:
Sämtliche Naturholzkunstprodukte finden ihren Platz außerhalb des Hauses. Im Haus wäre es ihnen zu warm und zu trocken. Die Folge wären unwiderruflich starke Risse, welche die Werke, zumindest optisch, zerstören können. Vollholzgegenstände arbeiten ständig, auch noch nach Jahren. Risse wird man leider nie ganz verhindern können ? sie gehören dazu. Abgelagertes Holz, ein geeigneter Anstrich und das Vermeiden der prallen Sonne vermindern die Reißneigung.

Eine sorgfältige Behandlung des Holzes hilft jedoch, den ?Feind Nr. 1?, die Risse, zu mindern:

· Das Verwenden von bereits abgestorbenem Holz
· Die richtige Auswahl der Holzarten
· Langsames, regengeschütztes Schattentrocknen
· Das Belassen der Rinde bis zum Schnitzen
· Der richtige Anstrich
· Der richtige Aufstellort der Skulptur


Soweit möglich, ernten wir speziell das Schnitzholz bereits abgestorben, von November bis Februar, in einer abnehmenden Mondphase. Mondholz reißt tatsächlich weniger, da bereits ein Teil des Wassers durch den abnehmenden Mond nach unten gedrückt wurde (nach dem Prinzip Ebbe & Flut. Weihnachtsbäume z.B. schlägt man dagegen bei zunehmendem Mond dann behalten die Bäumchen ihre Nadeln länger)
Regen und Schnee sind völlig ohne Bedeutung. Jedoch sollte Staunässe von unten unbedingt vermieden werden.


Lackierung

Um gegen ständig wechselnde Witterungseinflüsse, Pilze und Holzschädlinge standzuhalten, werden Rohholzmöbel und Skulpturen mit einer Dreischicht-Lackierung versehen und die Oberfläche anschließend mit Bootslack gestrichen. Dies ergibt ein glänzendes Finish und eine zusätzliche Versiegelung.
Der Bootslack wird nur sehr dünn und keinesfalls an der Unterseite aufgetragen, um dem Holz die Möglichkeit, zu Atmen, nicht zu nehmen. Dies halten wir für sehr wichtig, denn Holz im Außenbereich ist wegen der wechselnden Witterungs- und Temperatureinflüsse einem ständigen Gasaustausch unterworfen.
Ein erneuter Anstrich ist erst in ein paar Jahren nötig.
Ein farbloser Anstrich eignet sich wenig für Holz, welches der Sonne ausgesetzt ist. Hier fehlt der UV-Schutz durch Farbpigmente und das Holz vergraut mit der Zeit. Schon durch Einmischen von etwas farbiger Lasur in den klaren Anstrich, lassen sich ein scheinbar farbloser Effekt und ein meist ausreichender UV-Schutz erzielen.
Vergrautes Holz wirkt auf viele Betrachter allerdings auch sehr reizvoll. Sollte dies gewünscht werden, so werden hier vorrangig Holzarten mit hoher natürlicher Dauerhaftigkeit, wie Lärche oder Eiche, verwendet. Immerhin werden in Bergregionen noch heute unbehandelte Lärchen-Schindeln von Liebhabern zur Dacheindeckung verwendet.
Fichte oder Kiefer eignen sich weniger für das unbehandelte Aufstellen im Garten, hier ist bald mit Holzschädlingen und Pilzen zu rechnen.
Unserem Stil entsprechen naturgetreue Lasuren. Wir fertigen jedoch, nach entsprechendem Auftrag, gern für Sie in farbiger Vielfalt.
Für Fragen, Anregungen und Wünsche stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung.






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